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Grauer Star (Katarakt)

beim Grauen Star liegt eine Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse vor. Diese Linse funktioniert genau wie die eines Fotoapparates und erzeugt ein detailliertes Bild auf der Netzhaut. Ist die Linse getrübt, kann sie kein detailliertes Bild mehr erzeugen, es kommt zu

  • Abnahme der Sehschärfe
  • erhöhter Blendungsempfindlichkeit
  • verringertem Kontrastsehen oder auch
  • gestörtem Farbsehen

Medikamentös kann der Graue Star nicht behandelt werden. Die Kataraktoperation gehört jedoch zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen am Auge und verläuft meist komplikationslos und führt in den allermeisten Fällen zu einer deutlichen Sehverbesserung.

Nachdem die getrübte Linse entfernt wurde, wird eine Kunstlinse in den verbliebenen Kapselsack eingesetzt. Dazu sind nur winzige Schnitte nötig, die nicht einmal genäht werden müssen. Die Kunstlinse übernimmt nun die Funktion der eigenen Linse. Dazu werden bereits vor der Operation exakte Messungen durchgeführt. Hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit kann die Linse dadurch zum Teil ausgleichen, so dass Sie als Brillenträger nach der Operation mit wesentlich dünneren Brillengläsern zurecht kommen.

Standardmäßig werden heutzutage Monofokallinsen (Ein-Stärke-Linsen) verwendet, die Ihnen meist im Fernbereich ein Sehen ohne Brille ermöglichen. Für den Nahbereich benötigen Sie allerdings weiterhin eine Lesebrille.

Neben den Monofokallinsen gibt es auch Multifokallinsen (Mehr-Stärke-Linsen), die bereits heute eine weitgehende Brillenunabhängigkeit ermöglichen. Sie funktionieren ähnlich einer Gleitsichtbrille. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, er wird Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Linsen erklären.